„Wie komm‘ ich gegen Stürme aus Widerständen an
Ich geb‘ doch alles, alles was ich kann
Mit jedem Atemzug, ist viel jemals genug
Was ist vergebens, wann gibt man besser auf
Holt man doch alles, alles aus sich raus
Mit jedem Atemzug, ist viel jemals genug?“
Diese Zeilen stammen aus dem Musical Maria Theresia, welches aktuell in Wien gespielt wird.
Als ich dieses Lied, bzw. den Refrain das erste Mal hörte, hatte es etwas tief in mir berührt.
Wie ein Nachhall, der eine stille Resonanz erzeugte.
Er erinnerte mich an ein Gefühl, das ich lange verdrängt hatte und das mich doch zu einer Erkenntnis führte, die mein Leben veränderte.
Vieles, was ich als negativ empfand, erstrahlte plötzlich in einem neuen Licht. Ich spreche von der Zeit vor der Erkenntnis, dass ich eine Scannerpersönlichkeit bin und in der ich oft gezweifelt und mich nicht angekommen fühlte. Auch ich kämpfte gegen Widerstände – innere wie äußere und ich empfand mich und meine Taten als nicht genug. Alles gebend und doch nicht in sich ruhend. Doch dann erkannte ich, dass ich so, wie ich bin, gut bin und dass das, was ich tat und immer noch tue, das Richtige ist. Das mein Weg nun klarer vor mir liegt. Das Lied hat mich daran erinnert, wie mein Weg einst aussah und wie er mich letztendlich auch geformt hat. Und es ist eine stille Dankbarkeit, dass ich endlich so sein kann, wie ich bin – frei, unabhängig und stark.